Am Donnerstag 12. November 2009 erhielt die Hortima AG einen Besuch der besonderen Art. Zwanzig interessierte Schüler der Realschule Niederuzwil wollten sich vor Ort über den Baustoff Bambus informieren. Zusammen mit ihrem Lehrer, Andreas Lenz, haben sie sich das Ziel gesetzt, aus Bambus ein Haus zu bauen. Aufmerksam lauschten die Schülerinnen und Schüler den Ausführungen von Thomas Käser. Die Reaktionen der Schüler waren eindeutig: so dicke und so lange Bambusrohre hatte noch keiner von ihnen gesehen.
Ob sie wohl für ihr Haus auch sieben Meter lange Stangen verwenden werden? Bambushalme wachsen bis zu einem Meter pro Tag, können deshalb bis zu drei Mal "geerntet" werden und haben eine sehr gute Ökobilanz.
Bambus gehört zu der Familie der Gräser. Die Halme werden bis zu dreissig Meter hoch. In Ländern wie Indonesien, Thailand, China oder Kolumbien gibt es riesige Bambuswälder. Deren Gesamtfläche übersteigt die Fläche der Schweiz um das Zehnfache.
T. Käser demonstriert anhand eines Bambusstabes was gute und schlechte Qualität ist. Ein Bambusstab von guter Qualität lässt sich sehr stark krümmen, bevor er schliesslich zersplittert. Wenn der Stab schon bei wenig Kraftanwendung bricht, ist er zu wenig verholzt und gilt als qualitativ schlechter.